Was ist Augmented Reality Industrie?

Augmented Reality Industrie oder im englischen “Industrial Augmented Reality” (IAR) steht für die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von AR im industriellen Umfeld. Gemeint ist die Nutzung von AR als Unterstützer von industriellen Prozessen. Das Stichwort? Immersive Technologien. Indem AR unsere reale Umgebung immersiv erweitert, werden völlig neue Möglichkeiten geschaffen, um Herstellungsprozesse, Mitarbeiter:innen-Schulungen oder Wartungsarbeiten durchzuführen. Prozesse werden in AR dargestellt und selbst nicht direkt Sichtbares, wie das Innenleben von Maschinen kann hautnah erlebt werden. Kurz gesagt: Wir schaffen mittels Augmented Reality Industrie 4.0.

Anders als oftmals angenommen, ist die Industrie 4.0 nämlich nicht ‘menschenlos’ und einzig dominiert durch Maschinen oder Roboter. Viel mehr machen wir uns die neuesten Technologien zunutze, um Effizienz zu steigern und Expert:innen gezielt an entscheidende Arbeitsorte zu platzieren. Umso wichtiger wird es, ihnen die richtigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um jede:n Mitarbeiter:in von der stumpfen ausführenden Person zur:m Entscheider:in werden lassen. Und genau hier kann AR unterstützen. Augmented Reality Industrie Anwendungen auf Tablets, Smartphones, Wearables oder sogar Smartwatches sind hierbei die Zukunft und unterstützen sowohl bei Lernprozessen als auch bei der Durchführung von praktischen Aufgaben.

industrial Augmented Reality

Testprobe gefällig? Augmented Reality Beispiele Industrie:

Googelt man heutzutage nach IAR, so lautet einer der ersten Treffer “Augmented Reality Brille Industrie” oder “AR Brille Industrie” – und das auch zurecht. Durch Mixed Reality Brillen werden bei industriellen Prozessen effiziente Solutions für herausfordernde Aufgaben gefunden. So werden die digitalen Informationen einfach auf den Displays der Wearables eingeblendet und ergänzen das Umfeld mit virtuellen Hilfestellungen, Anweisungen oder Step-by-Step Vorgängen. Das Beste ist dabei, dass beide Hände stets frei bleiben und einen uneingeschränkten Workflow garantieren. Man könnte das Ganze nun also in “Mixed Reality Industrie” umbenennen, aber durch und durch korrekt wäre das auch nicht. Denn auch ohne die Brillen der Zukunft, kann Augmented Reality die Industrie komplett upgraden.

Unterschied AR vs. MR? Hier gibt’s die Antwort.

AR Trainings, Instandhaltung & Reparatur

Grundsätzlich ist der Anwendungsbereich und die Unternehmensfunktion von AR in der Industrie nicht beschränkt. Eine der bekanntesten Anwendungsgebiete sind die Schritt für Schritt AR Trainings. Neuen sowie alten Mitarbeiter:innen kann so ein Prozess, wie der Name bereits verrät, Step by Step virtuell vorgeführt werden. Dabei wird der Umgang mit z.B. einer Maschine nicht am realen Objekt geübt, sondern am digitalen Pendant: ein digitaler Zwilling, welcher 1:1 seinem realen Ebenbild entspricht. AR Trainings kreieren somit einen Raum, in dem Fehler erlaubt sind und auch passieren sollen. Der Lernprozess wird optimiert ohne dass es zu kostspieligen Komplikationen während der Herstellungsphase kommt. Umso wichtiger werden AR Trainings, wenn es um Wartung und Instandhaltung geht. Werfen wir hierfür einen Blick in die Welt der Augmented Reality Automobilindustrie:

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Der Großkonzern Bosch zum Beispiel, auch bekannt als ein großer Automobilzulieferer sowie Hersteller von Industrietechnik, bietet Augmented Reality Solutions, um Unternehmen in verschiedenen Phasen der Wertschöpfungskette zu unterstützen: von der Fertigung über Service und Reparatur bis hin zur Schulung. Mit der Integration von einer AR Komponente wird somit nicht nur das Leben der Mitarbeiter:innen einfacher, sondern sogar ein Blick in das Innenleben des Autos möglich. Unsichtbares wird sichtbar gemacht und unterstützt an den Stellen, die zuvor nur schwer zu unterstützen waren. Dabei ist es irrelevant, ob ein Wearable getragen wird, oder einfach nur das Smartphone oder Tablet gezückt wird – AR Trainings für die Industrie helfen sowohl beim Erlernen neuer Prozesse, als auch bei der aktiven Durchführung von Arbeitsprozessen. Laut einer Analyse von BCG kann durch den immersiven Support mittels AR sogar eine Zeitersparnis von bis zu 50% entstehen, da Probleme schneller diagnostiziert und somit auch behoben werden können. Aber auch in der Ausführung von Arbeitsschritten, erhöht AR die Geschwindigkeit: Der Flugzeughersteller Boeing bewegt sich in einem Industriebereich, in welchem Fehler in der Praxis nicht erlaubt sind. Den Mitarbeiter:innen wird höchste Konzentration bei jedem Schritt abverlangt. AR unterstützt hier nicht nur innovativ in Sachen Fehlerprävention, sondern erhält sogar einen festen Platz im Arbeitsalltag:

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Mit der Hilfe von Augmented Reality Apps können die Expert:innen in der Verkabelung live verfolgen, welcher der nächste Schritt im Aufbau ist und Fehler somit vermeiden. Das Besondere ist hierbei die Sprachsteuerung, die es zudem ermöglicht, mit der Mixed Reality Brille zu interagieren und ohne großen Aufwand den nächsten Step einzuleiten. Beide Hände frei, eine Erweiterung des Sichtfelds sowie smarte Sprachsteuerung – ein multisensorisches Spektakel, sozusagen.

Wenn Visualisieren alles ist

Eine Augmented Reality App industrie -gerecht zu machen, bedeutet auch, alles zu visualisieren, was nur geht. Technisches Innenleben, Arbeitsschritte, aber auch die Vorgänge in der Produktionshalle können durch AR optimiert werden:

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Ein gemeinsames Projekt mit Novexx Solutions hat die Fertigungshalle virtuell zum Leben erweckt und veranschaulicht die Vorgehensweisen innerhalb der Fabrik spielerisch in AR. Die einzelnen Produktionsschritte werden dabei verständlich und der Mehrwert der neuen Datensammlung Software umso deutlicher.

Ist ein Produkt erstmal in AR visualisiert, lässt es sich natürlich auch überall hin mitnehmen: Auf Messen, zu Kund:innen oder in die neue Fabrikhalle, um zu sehen, ob die Maschine auch hineinpasst – die Möglichkeiten sind dabei endlos. Sie bieten nicht nur im Produktionsprozess Vorteile, sondern auch später im Marketing, Onboarding und und und. Augmented Reality ist nicht nur ein fester Bestandteil der Industrie 4.0, sondern der Innovator selbst, eine antreibende Kraft, die stets Richtung Zukunft steuert.

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